Die Erlebnisausstellung in der 1906 erbauten Alten Schmiede der BBC macht die vielseitige und spannende Geschichte der Badener Elektro-Industrie erlebbar und stellt das für die Region Baden kennzeichnende Thema der Innovation in den Mittelpunkt. Der technologische Fortschritt, der gesellschaftliche Wandel und die Auswirkungen der Globalisierung werden in Form von zahlreichen Objekten, Bildern und Filmen zugänglich gemacht. Zudem wirft UNTER STROM einen Blick in die Zukunft. Unterschiedliche Positionen zu Chancen und Herausforderungen werden einander gegenübergestellt. Und auf dem «Platz der Zukunft» zeigen aktuelle Projekte aus Industrie, Forschung und Bildung, in welche Richtung sich der Industriestandort Baden entwickeln könnte.

 

Eine Vortragsreihe nimmt historische, aktuelle und zukunftsorientierte Themen auf. Unter dem Motto «Kultur und Kulinarik» sind an den Wochenenden diverse Vereine mit ländertypischen kulinarischen Spezialitäten und dazugehörigem kulturellen Rahmenprogramm zu Gast.


 

 

 

Das Vorhaben in Kürze

 

Die Sonderausstellung UNTER STROM macht im Rahmen des Aargauer Themenjahrs #ZeitsprungIndustrie die spannende Geschichte der Badener Elektro-Industrie für ein breites Publikum erlebbar. 

 

Die Botschaft

In der denkmalgeschützten Alten Schmiede, lädt IndustrieWelt Baden  zu einer erlebnisreichen Reise durch 130 Jahre Industriegeschichte ein. In einer Zusammenführung von globalen Entwicklungen und lokalen Ereignissen führt die Ausstellung vor Augen, wie die Stadt Baden dank findigen Ingenieuren, der Zielstrebigkeit mutiger Stadtbehörden und nicht zuletzt einem guten Timing zu einem der wichtigsten Industriestandorte der Schweiz wurde. Und wie sie sich heute in der Region den Herausforderungen der Gegenwart stellt und nach neuen Lösungen für eine nachhaltige Zukunft sucht. UNTER STROM regt an zur Auseinandersetzung mit der vielfältigen und für die Stadt Baden und den gesamten Aargau so wichtigen Geschichte der Elektro-Industrie und deren ZukunftUnterschiedliche Positionen und Visionen zu gegenwärtigen Chancen und Herausforderungen der Region Baden werden einander gegenübergestellt. 

 

 

Zeitzeugen als Gastgeberinnen und Gastgeber

Für das Ausstellungserlebnis wesentlich ist die Anwesenheit von Gastgeberinnen und Gastgebern in der gesamten Ausstellung. So sind während der ganzen Laufzeit von UNTER STROM ehemalige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sowie auch Auszubildende der Badener Elektro-Industrie ehrenamtlich im Einsatz. Sie zeichnen an bestimmten Stellen innerhalb der Ausstellung im direkten Gespräch ein ganz persönliches Bild der Entwicklung der Badener Industrie und erweitern die Ausstellungserzählung um eine persönliche Perspektive.

 

 

 

 

 

Vielfältiges Rahmenprogramm

Die Ausstellung endet auf dem «Platz der Zukunft».  Hier zeigen aktuelle Projekte aus Industrie, Forschung und Bildung anschaulich, in welche Richtung sich der Industriestandort Baden entwickeln könnte. Ebenfalls auf dem Platz der Zukunft werden die Ergebnisse eines Wettbewerbs gezeigt, der unter Schülerinnen und Schülern der Region durchgeführt wurde. Es finden Vorträge  statt, an den Wochenenden zeichnen Ausländervereine für das kulinarische Angebot verantwortlich und ein Ausstellungsbistro rundet das Angebot am Ende des Besuchs ab

 

Starke Trägerschaft

Der Verein IndustrieWelt Baden wurde 2018 zwecks Vermittlung der Industriekultur für ein breites Publikum ins Leben gerufen. Die Historiker und Ausstellungsmacher des Badener Büros imRaum Furter Handschin Rorato sind für die Konzeption und Umsetzung der Ausstellung besorgt. Finanziert wird das Vorhaben durch einen massgeblichen Sockelbeitrag aus dem Aargauer Lotteriefonds für das Themenjahr #ZeitsprungIndustrie, das 2019 / 2020 stattfindet. Hinzu kommen Projektbeiträge von Firmen, Stiftungen und Privaten. Das von zahlreichen Aargauer Museen initiierte und mit über 40 Partnern realisierte Themenjahr macht den ganzen Aargau zum Schauplatz einer Auseinandersetzung mit der reichen Industriegeschichte des Kantons.

 

Nachhaltigkeit bei Bau und Inhalt

Der veranstaltende Verein IndustrieWelt Baden legt grossen Wert auf Nachhaltigkeit. Alle audiovisuellen Produktionen aus der Ausstellung werden nach der Ausstellung im Internet veröffentlicht und als Quellenbestand dem Stadtarchiv im Historischen Museum Baden übergeben.

  


 

 

 

Rahmenprogramm

 

Eine Vortragsreihe nimmt historische, aktuelle und zukunftsorientierte Themen auf. Unter dem Motto «Kultur und Kulinarik» sind an den Wochenenden diverse Vereine mit ländertypischen kulinarischen Spezialitäten und dazugehörigem kulturellen Rahmenprogramm zu Gast. 

 

 

Donnerstag, 27. August, 18 Uhr

Dr. Markus Somm: „Von der Bäderstadt zur Industriestadt“

Jahrhundertelang war Baden ein glänzender, ab und zu frivoler Kurort, eine Hauptstadt des Vergnügens. Dann kam die BBC – und alles änderte sich. Plötzlich wurde mehr gearbeitet als getrunken.

 

 

Freitag, 28. August, 18 Uhr

Christian Villiger, libs Lehrlingsausbildung: “Anforderungen an die Lehrlingsausbildung 2030“

Die Berufsbildung ist ein Erfolgsmodell – und soll es bleiben. Sie muss Antworten liefern auf Megatrends wie die Digitalisierung, die zunehmende berufliche Mobilität und Flexibilität, die steigenden Anforderungen und die Globalisierung.

 

Am anschliessenden Podiumsgespräch nehmen Rolf Häner (Rektor BBB), Philippe Ramseier (Stadtrat und CEO autexis) sowie 2 Lernende teil.

 

 

Samstag 29. und Sonntag 30. August, 13 Uhr

Kultur und Kulinarik: Indien

Samstag bis 22 Uhr: Yoga & Meditation, Henna, Bollywood Disco und Geschichten und Erfahrungen vorgetragen von Eingewanderten

Sonntag bis 18 Uhr: Yoga & Meditation

 

 

Mittwoch, 2. September, 18 Uhr
Patrick Zehnder und Fabian Furter, Historiker und Co-Projektleiter von ZEITGESCHICHTE AARGAU: «Brown Boveri auf dem Dorfe. Die Firma als Innovationstreiberin in der Region»

Als Rucksäcklibauern gehen die Leute aus den Dörfern der Umgebung in die Fabrik nach Baden und kehren mit Ideen zurück. Mit der Zeit entstehen Zulieferbetriebe für die Badener Industrie. Umgekehrt zieht die BBC aus in die Region

 

 

Donnerstag, 3. September, 18 Uhr

Dr. Joël Luc Cachelin, Wissensfabrik: „Digitale Transformation“  

Die Zukunft der Region Baden zwischen digitalem Fortschritt und analogem Rückschritt. Wie werden wir in Zukunft arbeiten, wohnen und zusammenleben?

 

 

Samstag 5. und Sonntag, 6. September, 13 Uhr

Kultur und Kulinarik: Italien

Samstag: Shows mit italienischen Popsongs von 16 bis 17 Uhr und “La febbre del sabato sera” mit Italienische Hits zum Tanzen von 19 bis 22 Uhr.

Sonntag: Shows mit italienischen Popsongs von 16 bis 17 Uhr

 

 

Mittwoch, 9. September, 18 Uhr

Fabian Furter und Martin Handschin, Ausstellungsbüro imRaum: Kuratorenführung

Die beiden Kuratoren von UNTER STROM erzählen vom Werden der Ausstellung und präsentieren ihre persönlichen Highlights.

 

 

Donnerstag, 10. September, 18 Uhr

Prof. Dr. Michael Hengartner, Präsident des ETH Rates: „Zukunft von Lehre und Forschung“

Wichtige Trends in der Forschung sind Zusammenarbeit und Interdisziplinarität; in der Lehre sind es die Herausforderungen der Digitalisierung. Welches Zukunftspotential hat die Region Baden? Welche Rolle spielen Startups in der Region?

 

 

Samstag 12. September, 13 Uhr

Kultur und Kulinarik: Malaysia

Samstag bis 22 Uhr: Standup-Comedies und Cartoon Präsentationen am Abend.

 

 

Mittwoch, 16. September, 18 Uhr

Dr. Michael Ladwig, Director Scientific Collaboration, GE Gas Power:     “Wie Windturbinen helfen, unsere Klimaziele zu erreichen”

Die Windturbinen in der Nordsee erzeugen heute mehr Strom, als alle Schweizer Kraftwerke zusammen. Eine Windturbinen kann 12‘000 Menschen mit Strom versorgen. Was ist die Technologie der heutigen Windturbinen und wo geht die Entwicklung hin?

 

 

 

 

 

 

 

Donnerstag, 17. September, 18 Uhr

Dr.-Ing. Michael Ladwig, Director Scientific Collaboration, General Electric, Baden: «Quo Vadis, Gasturbinen?»

Wer hat’s erfunden? Die erste Industriegasturbine der Welt kam 1939 aus Baden und verbrannte Öl. Heute verbrennen Gasturbinen Erdgas, und morgen wird es CO2 neutrales „grünes“ Gas sein, um die Dekarbonisierung voranzutreiben. Denn Gasturbinen werden immer Teil des Energiesystems sein.

 

 

Samstag 19. und Sonntag 20. September, 13 Uhr

Kultur und Kulinarik: Indien

Samstag bis 22 Uhr: Yoga & Meditation, Tanzdrama sowie Geschichten und Erfahrungen vorgetragen von Eingewanderten

Sonntag bis 18 Uhr: Yoga & Meditation

 

 

Donnerstag, 24. Sept, 18 Uhr

Dr. Tom Kober, Paul Scherrer Institut: «Energiesystemanalysen und Szenarien» und Dr. Tilman Schildhauer, Paul Scherrer Institut: «Power to X»

Wie sieht unser Energiesystem aus? Wie entwickelt es sich bis 2040 und darüber hinaus? Und wie können temporär Stromüberschüsse in eine andere Energieform oder für einen anderen Verwendungszweck umgewandelt werden?

 

 

Donnerstag, 1. Oktober, 18 bis ca. 20Uhr

Buero Eichenberger, Bildungsnetzwerk, und Historisches Museum Baden: „Mensch und Arbeit“

Fachkräfte suchen und finden – Trends und Tools im Recruitment.

 

 

 

Informationen

 

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag, 13 bis 18 Uhr

 

Eintritt: Erwachsene: 10 Franken; IV-Bezüger, Kinder, Jugendliche und Studenten: freier Eintritt. Der Eintritt für die Vorträge ist im Ausstellungsticketpreis enthalten

 

Anfahrt: Es wird empfohlen, mit ÖV anzureisen.

Die Alte Schmiede befindet sich in ca. 10 Minuten Gehdistanz vom Bahnhof Baden.

Busstation Bruggerstrasse (Linien 1, 4, 6).

Parkhaus Schmiede Fabrikstrasse 7A.

 

 

Die Ausstellung ist zum grössten Teil rollstuhlgängig. Für Menschen mit Gehbehinderung stehen entsprechende Ersatzangebote bereit.

 

Die Ausstellung richtet sich an ein breites Publikum und bietet daher auch spezielle Angebote und Führungen für Schulen, Vereine und Firmen an. Weitere Informationen unter:

 

 

www.industrieweltbaden.ch/kontakt 

Kommunikation, 079 930 47 11

 



Die Ausstellung  "UNTER STROM"  wir ermöglicht durch die Unterstützung folgender Organisationen: